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15.KENKON Karate Turnier

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23.09.2017

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Intensiv-Trainingswochenende KAKIE

KAKIE - Pushing Hands

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21.10. bis 22.10.2017

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MMA - World Championchip in Bahrain

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12. bis 19.11.2017
     Bahrain
   

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3. Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen aus unserer Heimatstadt

Projekttage mit straffällig gewordenen Jugendlichen

Im Rahmen eines Projekts des IB (Internationaler Bund) finden im Shu-Ha-Ri Trainingszentrum Karate-Seminare für straffällig gewordene Jugendliche statt. Der IB ist als freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland unter anderem engagiert in der Betreuung junger Menschen in schwierigen Lebenslagen. Das von uns unterstützte Projekt hatte zum Ziel, den Jugendlichen neue Perspektiven in Bezug auf sich selbst und ihre Umwelt aufzuzeigen, um sie so vor einem erneuten Rückfall in die Kriminalität zu bewahren. Innerhalb solcher Projekte spielen sportliche Angebote und zunehmend auch die Beschäftigung mit dem traditionellen Karate eine Rolle.Die spezifischen Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung, die sich aus der Beschäftigung mit dem traditionellen Karate ergeben sind unteren anderem: Erlangung innerer mentaler Stärke, Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, Körperkontrolle und Körpergefühl, Begegnung und Auseinandersetzung mit sich selbst, Einübung sozialer bzw. persönlicher Kompetenzen wie Respekt, Höfflichkeit, Achtung, Rücksichtnahme und Disziplin. Diese Punkte lassen sich jedoch eher auf einem langfristigen Weg durch regelmäßiges Üben erreichen, weshalb bei den bisher realisierten Workshops zunächst andere Aspekte im Vordergrund standen.

Trainiert wurden Elemente der Erwärmung, der Körperertüchtigung und des traditionellen Krafttrainings (Hojo Undo), die in der entsprechenden Intensität zu körperlichen Grenzerfahrungen führen können. Hinzu kamen Elemente der Selbstverteidigung, die Arbeit an Schlag- und Trittkissen, die Erläuterung physiologischer Grundfunktionen des menschlichen Körpers, Reinigung der Unterrichtsräume, sowie persönliche Gespräche. Geleitet wurden beide Kurse von Sensei Gerd Richter.

Die wohl wichtigste Erfahrung der Kursteilnehmer bestand darin, dass die Auseinandersetzung mit sich selbst, das Überschreiten angenommener bzw. selbst verordneter Grenzen möglich und vor allem befriedigend ist. Diese Art der verdienten und erarbeiteten Befriedigung wirkt nachhaltiger und positiver als zum Beispiel jede Form des künstlichen Rausches, weil sie verbunden ist mit dem Gefühl des Stolzes auf die eigene Leistung. Stolz sein können und dürfen auf die eigene Leistung, ebenso wie das Vertrauen darauf, dass man mit Willen und Einsatz Dinge erreichen kann, die man im ersten Augenblick für unmöglich gehalten hat, sind entscheidende Erfahrungen innerhalb einer gelingenden Persönlichkeitsentwicklung.

Darüber hinaus waren weitere Aspekte von Bedeutung:

(a) Die Begegnung mit (in diesem Fall sportlich und sozial) erfolgreichen, aufgeschlossenen, freundlichen und nicht vorverurteilenden Menschen innerhalb einer intakten sozialen Umgebung (Dojo) kann den Jugendlichen auf ihrem Weg in eine deliktfreie Zukunft behilflich sein, weil eine solche Zukunft zur Voraussetzung hat, dass Gesellschaft überhaupt als positive Option erfahren wird. Zu erhoffen wäre die Einsicht, dass positive Erfahrungen (i.w.S. gelingende und glückende Lebensentwürfe) gerade innerhalb funktionierender Gemeinschaften möglich sind, in denen gewisse Regeln nicht störend oder einschränkend wirken, weil solche Regeln überhaupt erst funktionierende Gemeinschaften konstituieren.




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