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World-Chiefinstructor Sensei T. Nakamura 7.Dan zu Gast in unserem Dojo

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YUDANSHA GASSHUKU der IOGKF Germany

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"
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06108 Halle (Saale)

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CSW - STX - MMA Weekend in Italien

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17. bis 19. Mai 2019
Turin/Italien

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Von Sensei Eric Higaonna – IOGKF International

"Kampfkunst im Wandel der Zeit - ein vergleichender Blick auf Goju-Ryu & MMA"


Der erfahrene Goju-Ryu- und MMA-Kämpfer, Sensei Eric Higaonna, gibt einen Einblick in die Verwandschaft von Goju-Ryu Karate und Mixed Martial Arts. Mit seinem Wissen auf diesem Gebiet hat er die Kompetenz einige sehr interessante Theorien aufzuzeigen und detaillierte Erklärungen abzugeben. Hier ein faszinierender Artikel für alle Goju-Ryu- und MMA-Enthusiasten.

Die Kampfkünste, soweit wir wissen, reichen bis in die Anfänge der menschlichen Geschichte zurück wie Hinweise in der Bibel oder Hieroglyphen in den Pyramiden zeigen. Die Menschen haben von je her spirituelle, mentale und natürlich auch körperliche Perfektion erstrebt. Unsere Vorfahren entwickelten Weisheit über tausende von Jahren und strebten danach ihr Wissen sowohl in mentalen als auch physischen Gesichtspunkten zu verbessern. Es ist offensichtlich, dass die Kampfkünste nicht nur als Mittel für den Kampf oder die Selbstverteidigung entwickelt wurden sondern auch als Kunst, die dem Menschen helfen soll seine Potentiale auf vielen Ebenen auszuschöpfen und somit sein Leben bestmöglich zu gestalten. Jeder, der sich einige Zeit den Kampfkünsten gewidmet hat, kann die vielfältigen Erfahrungen bestätigen. Allerdings gibt es ein tieferes Gefühl der Erfüllung, welches Worte nicht beschreiben können. Wenn wir uns all die verschiedenen Kampfstile ansehen, die die Welt hervorgebracht hat, können wir die verschiedenen Reflektionen der Menschen erkennen, dennoch bleibt ihnen allen eines gemein und das ist deren Seele. Die Seele der Kampfkünste ist universell und kann meiner Meinung nach, wenn sie bewusst eingesetzt wird, Gleichgesinnte in ihrem Streben nach Perfektion des Verstandes, Körpers und der Seele verbinden. Ich glaube zwar, dass Perfektion in ihrem Wesen für einen Menschen unerreichbar ist, aber es ist die Idee dahinter, die uns dazu animiert und uns Lebensinhalte gibt, egal ob es die Stärkung von Verstand und Körper, die Suche nach Wahrheit oder beides ist.

Viele Kampfkünste erscheinen heute in ihren Techniken und Anwendungen völlig verschieden, trotzdem zielen sie alle auf körperliche und mentale Erfüllung ab so lange der Lehrer die richtigen Absichten hat. Viele antike Kampfkünste wie das griechische Pankration und alte persische Kampfkünste konzentrierten sich genauso auf das Grappling wie auch auf Schlagtechniken um so die perfekte Kampfmaschine zu formen. Bodhidharma war die erste uns bekannte Person, die den Schwerpunkt auf spirituelles und mentales Training in Kombination mit physischer Stärkung  legte, jedoch wäre es keine ungewöhnliche Ansicht zu behaupten, spirituelles Training hätte bereits längere Zeit zuvor bestanden. In der griechischen und römischen Antike demonstrierten berühmte Pankratiasten Pyrrhische Tänze vor unzähligen Menschen in der Absicht die Techniken ihres Stiles in einer Form darzustellen. Diese Tänze wurden vom Lehrer zum Schüler weitergegeben, um die Techniken und das Verständnis für ihren Pankrationsstil zu schulen ähnlich wie heutzutage Kata unterrichtet wird. Pyrrhische Tänze ähneln traditionell religiösen Tänzen und scheinen eine spirituelle Bedeutung über ihr Ziel der Selbstverteidigung hinaus zu haben. Diese tiefere Bedeutung der Tänze hat eine starke Ähnlichkeit zu den Katas, die im Goju Ryu geübt werden und ihren Ursprung in Buddhistischen Mönchen haben.

Aufgrund der starken Gewichtung von Schlagtechniken und Grappling ist das wettkampfmäßige Pankration dem modernen MMA sehr ähnlich, da auch zu dessen Trainingsinhalten Schlagtechniken und Grappling gehören. Das wirft die Frage auf, ob moderne MMA-Wettkämpfe von einer lange Zeit vergessenen, wettkampforientierten Kampfkunst abstammen? Konnte die wahre und traditionelle Form des Pankration und MMA tausende von Jahren überleben durch Pyrrhische Tänze und hingebungsvolle Lehrer, die ihr Wissen über Zeit und Raum hinweg weitergaben? Genauso interessant ist die Frage, ob jeder Einzelne seinen eigenen Pankrationsstil mit Tänzen entwickelte oder ob einflussreiche Menschen der Geschichte wie Alexander der Große es auf der Welt verbreiteten? Ungeachtet der Antwort gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen dem antiken Pankration, dem MMA und traditionellen Künsten wie dem Goju Ryu.

Viele Goju Ryu Karatekas sind sich darüber bewusst, dass ihre Kampfkunst aus China stammt und stark durch das südliche Shaolin Kloster beeinflusst wurde. Vor langer Zeit veränderten Bodhidharmas Lehren für immer das südliche Shaolin Kloster, als er indische Kampfkünste und Spiritualität in ihre Inhalte aufnahm. Lange davor hatte Alexander der Große die Griechische Kultur samt ihrer Kriegskunst wie dem Pankration nach Indien gebracht. Ich glaube, dass jede Gesellschaft schon immer ihre eigene Kampfkunst hatte, die Einflüsse von Außen je nach Bedarf beinhaltet. So taten es viele Okinawanische Kampfkünste mit ihren eigenen ursprünglichen Stilen als diese aus China kamen. Vielleicht wurden Pankration und Pyrrhische Tänze in ein bereits existierendes Kampfkunstsystem integriert als Alexander der Große sie aus Griechenland mitbrachte, welches ebenso Meditation und Yoga-Atmung übte. Es ist absolut plausibel, dass dies den möglichen Schmelztiegel für die Entstehung einer Kata wie Sanchin bildete.
Zwischen den traditionellen Kampfkünsten und dem MMA gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Einer besteht darin, dass das heutige MMA keine Atemübungen wie Sanchin trainiert, weil es fast ausschließlich auf Wettkämpfe ausgelegt ist. Dadurch geht es nicht auf spirituelle und gesundheitliche Aspekte ein, die z.B. Sanchin betont. Bleiben wir bei dem Beispiel Sanchin. Obwohl es eine Übung ist, die helfen würde den mentalen und körperlichen Zustand von MMA-Kämpfern zu verbessern, würden die Ergebnisse nicht sofort eintreten und spürbar sein, sodass diese Art Training nicht notwendig ist für das Ausüben von MMA. Auf der anderen Seite könnten Atemübungen wie Sanchin sehr gut für MMA Trainierende sein, wie sie es auch beim Erlernen der traditionellen Kampfkünste bewirken. Es gibt noch weitere Unterschiede zwischen dem Konzept des heutigen MMA und traditionellen Kampfkünsten, allerdings möchte ich nun die vielen Gemeinsamkeiten dieser zwei Bereiche untersuchen.

Das heutige MMA kann vollständig dem wettbewerbsfähigen Kontaktsport zugeordnet werden wegen der vielen Regeln, die den Ausübenden daran hindern seinen Gegner zu töten. Traditionelle Kampfkünste vermitteln für gewöhnlich wie man sich selbst verteidigt ohne irgendwelche Regeln und mit der Möglichkeit dauerhaften Schaden zu erzeugen. Seitdem MMA durch Regeln bestimmt ist wie jeder andere Sport, wird ein großer Teil des Trainings darauf verwendet sich nicht darum zu sorgen in den Vitalpunkten angegriffen zu werden oder diese selbst anzugreifen. Im Gegenzug sind die im MMA erlaubten Techniken den Techniken im traditionellen Karate wie dem Goju Ryu äußerst ähnlich.

Das Goju Ryu hat sich über seine ganze Existenz hinweg ausgeprägt und entwickelt durch die vielen Lehrer, die es unterrichtet haben. Einige Lehrer haben nur einen Teil weitergegeben, andere hingegen eine Menge und viele Lehrer konzentrierten sich nur auf einen Aspekt wie das Schlagen, während andere das Grappling vernachlässigten. Seit Jahrhunderten hat das Goju Ryu überlebt und wir können nur darüber spekulieren, wie vielen Einflüssen und Veränderungen es in seinem Lehrprozess unterlag, aber eine Sache wird trotz aller Lehrer die Selbe bleiben. Natürlich beziehe ich mich auf die Kata, denn in ihr liegt die wahre Essenz des Goju Ryu und aus ihren Inhalten kann jeder Lehrer sein Training aufbauen. In anderen Worten hängt das Herz des Goju Ryu Stils an der Kata und dem Bunkai. Kata und Bunkai halten die Kunst zusammen, dennoch kann jeder Lehrer Kata auf seine eigene Weise interpretieren, um seine eigenen Variationen des Bunkais zu entwickeln, die auf den eigenen Körper und das Verständnis angepasst sind. So lange die ursprüngliche Form von Kata und Bunkai unberührt an die nächste Generation weitergegeben wird, wird die Kampfkunst überleben, trotz der Veränderungen denen sie jedem Ausübenden unterworfen ist, um sie auf seinen eigenen Körper anzupassen. Das Katabunkai des Goju Ryu beinhaltet viele Hebel aus dem Stand oder Grapplingaspekte, die auf die Gründung unseres Stiles und darüber hinaus zurückzuführen sind. Variationen dieser Hebel in unserem Katabunkai gehen leicht in Gelenksperren am Boden über, wenn Hebel und Festhalten gefordert sind. Es gibt Zeiten, in denen traditionellen Kampfkünsten wie dem Goju Ryu das Kopieren erfolgreicher Techniken des MMA wie dem „Armbar“ unterstellt wird, aber in Wirklichkeit ist der „Armbar“ nur eine Variation der Armhebel die schon immer im Goju Ryu gegenwärtig waren. Verflogt man die Wurzeln des „Armbar“ im MMA zurück, gelangt man zum Brazilian Jujutsu. Dessen Techniken wiederum kommen aus dem Japanischen Judo, das aus dem Japanischen Jujutsu hervorging und vor vielen Jahrhunderten aus China kam. Wenn man dieser Entwicklung nachgeht, kann man sowohl im Goju Ryu als auch im Brazilian Jujutsu/MMA die gemeinsamen Wurzeln bezogen auf die Armhebel erkennen.

Durch mein weltweites MMA-Training würden viele Lehrer in ihren Dojos den Schwerpunkt genauso auf Schlagtechniken wie auch auf Grappling legen. Manchmal führt eine Kombination aus Fauststößen und Tritten direkt zu einem Feger oder ein Clinch zu einem Wurf gefolgt von Bodenkampf. Bei näherer Betrachtung des Bunkais von Goju Ryu Katas zeigt sich, dass viele Anwendungen des Bunkai zum Grappling oder Griffen am Gegner führen. Das Selbe lässt sich über einen erfahrenen oder entwickelten MMA-Kämpfer sagen, der das Grappling jederzeit in seine Schlagtechniken einbinden kann, wenn er sich in einer Kampfsituation befindet. Der ideale MMA-Kämpfer hat nicht nur Kontrolle über sich sondern auch über seinen Gegner und kann somit kontrollieren, ob ein möglicher Kampf am Boden oder im Stand ausgeführt wird. Diese Aussage lässt sich gleichsam auf Goju Ryu und MMA beziehen. Nach einer umfassenden Ringerlaufbahn hier in den Vereinigten Staaten bin ich in der Lage zurückzuschauen und habe eine um so größere Wertschätzung für traditionelle Kampfkünste wie das Goju Ryu und dafür wie es das Grappling und Ringen benutzt, um alle losen Enden des Schlagens und Hebelns zusammenzubinden. Die Katas sind ein geheimer Code, deswegen kann es sehr schwierig sein das Grappling Potential dahinter zusehen und die tiefere Bedeutung hinter einigen sonst leicht aussehenden Anwendungen zu entschlüsseln.

Die traditionelle Kunst des Goju Ryu hat viele Jahre überlebt und Ryu Ryu Ko selbst überlebte viele Bürgerkriege in China und konnte seinen Stil weitergeben, somit wurde diese Kampfkunst erprobt und getestet. Wenn sie auf dem Schlachtfeld nutzlos gewesen wäre, dann wären Ryu Ryu Ko und andere im Krieg getötet worden und hätten niemals die Gelegenheit bekommen ihr Wissen weiterzugeben. Diese Kampfkunst hat überlebt und lebt heute in jedem seiner Schüler. Goju Ryu ist auf dem Schlachtfeld erprobt und getestet, genauso wie MMA im Octagon oder Ringkampf erprobt und getestet ist. Beide Formen haben ihre Stärken und Schwächen, allerdings ist es wichtig, dass eine stärkere Gewichtung der Wettkampfregeln und eine weniger starke Betonung der traditionellen Trainingsmethoden nicht das zukünftige Lehren der Kunst verändern, weil es eine Entwicklung von einer Kampfkunst zu einer reinen Wettkampfsportart einleiten könnte. Da dies gesagt ist, glaube ich, dass Wettkämpfe ein sehr hilfreiches Werkzeug sein können, nicht nur in Vorbereitung auf eine Mann gegen Mann Konfrontation sondern auch im Umgang mit Alltagsproblemen. Ein Wettkampf vermag der Auslöser zu sein, der im Stande ist Menschen aller Lebenslagen durch den Gedanken eines gemeinsamen Ziels zu vereinen, wie es keiner anderen Kampagne gelingt.

Die UFC hier in den Vereinigten Staaten hat ein Motto: „So real wie möglich“. Das ist eine sehr treffende Beschreibung dessen, was sie der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Der MMA-Wettkampf ist so nah am realen Kampf der traditionellen Kampfkünste wie möglich, ohne den Gegner zu töten oder zu schädigen. Je mehr Vorsichtsmaßnahmen eingeführt werden, desto stärker wird der Wettkampf eingeschränkt und um so weniger ist er wie ein „realer“ Kampf. In diesem Sinne könnte sich das MMA einer ähnlichen Dilemmasituation gegenübersehen, wie es den traditionellen Kampfkünsten in den letzten 50 Jahren widerfahren ist, in denen viele Dojos ihre Trainingsinhalte änderten, nur um sie wettkampfgeeigneter zu gestalten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kyokushin Kai Karate. Es gab eine Zeit, in der jedes Kyokushin Dojo Kata übte, aber heute ist es sehr schwierig eines zu finden, das dies immer noch tut, weil der Schwerpunkt auf Kumite und Turniere gelegt wird. Im Verlauf der Zeit kann sich dieses Szenario in jeder Kampfkunst wiederholen und eine große Menge an angehäuftem Wissen und Techniken könnte verloren gehen, indem man sie auf das anpasst, was gerade populär ist. Es ist dieser spezielle Punkt, der mich dazu veranlasst zu glauben, dass Pyrrhische Tänze durch Pankratiasten aufgegeben wurden, um ausschließlich für die Olympischen Spiele zu trainieren, was wiederum mit der Zeit zum Vergessen all ihrer Techniken im Westen führte. MMA ist heute keine vollständige Kampfkunst mehr, weil ihm das spirituelle Training, das zu einem gesunden Geist und Körper führt, und Kata, das Lebenselixier der Ideen einer Kampfkunst, fehlt. Wenn man jedoch in einem MMA Dojo Kata laufen würde, glaube ich, würde es einer Goju Ryu Kata ohne offene Hände sehr ähnlich sehen.

Während meines MMA Trainings in Japan hatte ich die einmalige Möglichkeit in einem als „Gutsman“ bekannten Dojo zu trainieren, welches einige MMA Champions in Japan hervorgebracht hatte. Das Dojo selbst gehörte zur Ersten modernen MMA Organisation, die unter dem Namen Shooto in den frühen 1980ern gegründet wurde. Das Training dort war dem, wie es in einem Goju Ryu Dojo geübt wurde, abgesehen von Kata und Bunkai, sehr ähnlich. Der Unterricht begann damit, dass sich alle nach Alter in einer Reihe aufstellten und der Sensei in der Mitte des Dojos seinen Schülern gegenüberstand. Danach würde der Sensei „Mokusou“ rufen und jeder würde seine Augen für ungefähr eine Minute schließen, um sich mental auf das Training vorzubereiten ziemlich genauso wie in einem traditionellen Dojo. Nach dem „Mokusou yame“ würde sich jeder verbeugen und nach Alter aufstehen, um sich gemeinsam für das folgende Training warm zu machen. Das Training bestand aus Faust- und Tritttechniken in der Bewegung, danach viel Pratzentraining, Sparring und Konditionstraining, um das Training nachts abzurunden. Dies ist ein Beispiel für ein auf Schlagtechniken ausgerichtetes Training, welches normalerweise vom Grapplingtraining getrennt war. Es gab Tage, an denen sowohl Grappling als auch Schlagtechniken trainiert wurden und gewöhnlich musste der Schüler bei diesen Trainings all sein Wissen und Können anwenden, um geübter in der Kombination seiner Schlag- und Grapplingtechniken zu werden, sich den Anforderungen anzupassen und auf jede Situation dementsprechend zu reagieren. Das Training war unglaublich und anregend und rief in mir ein Bewusstsein für den Kampf hervor, durch das ich verstehen lernte Techniken sowohl zum Angriff als auch zur Verteidigung zu nutzen, wie ich es nie zuvor gedacht hatte. Viele dieser Erkenntnisse kamen einerseits durch die Liebe zum Kämpfen und andererseits durch das Bedürfnis zu überleben, da eine falsche Bewegung die Tür zu einer Gehirnerschütterung öffnen könnte. Darin liegt ein Nachteil des MMA Trainings, denn es kann bei ernsthaftem Training ähnlich wie im Boxen ein Trauma entstehen, dennoch ist es dieses spezielle Training, das den Schüler dazu zwingt sich besser als jemals zuvor zu verteidigen.Dior Replica Bags
Ein Bereich des MMA-Trainings auf den ich mich nun gern konzentrieren möchte und für den es berühmt ist, ist das Ground and Pound. Die Idee beim Ground and Pound ist es den Gegner mit Schlägen und Tritten anzugreifen und so vom Stand zum Boden zu gelangen in der Hoffnung einen Knockout, technischen K.O. oder eine Aufgabe zu erzwingen. Im MMA-Training werden Ground and Pound Drills an schweren Kissen, die auf dem Boden liegen oder am Partner mit nur einem Teil der eigenen Kraft geübt. Dieser Punkt des MMA entstammt den traditionellen Kampfkünsten und den Lehren seinen Gegner immer auf allen Ebenen des Kampfes zu besiegen. Dieser Punkt fehlt im Boxen, wenn der Boxer nach dem zu Bodengehen angezählt wird. In allen Goju Ryu Katabunkais gibt es immer eine letzte Bewegung, um den Gegner kampfunfähig zu machen so bald er zu Boden geht. Es ist eben jenes Konzept, das auf das MMA übergegangen ist. Im MMA kann der Kämpfer seinem Gegner viel näher kommen, da es kein Risiko für Fleischwunden und Angriffe zu den Vitalpunkte gibt, deshalb ist zuweilen die beste Position im Ground and Pound um seinen Gegner zu besiegen die in einer sicheren Haltung auf dem Gegner. Da das Goju Ryu für kriegerische Kämpfe geeigneter ist, könnte es sehr gefährlich sein den Gegner von oben festzuhalten aufgrund von möglichen Angriffen zu den Vitalpunkten, deswegen übt der Goju Ryu Schüler den zu Boden gegangenen Gegner aus dem Stand auszuknocken. Über diesen Unterschied hinaus ist das Konzept das Selbe und das Beenden des Konflikts ist einzigartig für traditionelle Kampfkünste, selbst wenn es zum Boden geht. Einige MMA-Organisationen in Japan erlauben es sogar zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners zu treten, was auch direkt im Goju Ryu Bunkai sichtbar ist.

http://www.youtube.com/watch?v=aRg2XTIzhmI&feature=player_embedded

Stil gegen Stil Kämpfe existierten seit über einhundert Jahren in der Form Ringen gegen Boxen, Karate gegen Boxen und so weiter, aber erst seit einiger Zeit hat sich ein wahres, modernes MMA als Kampfkunst etabliert, das überall auf der Welt geübt und individuell durch jeden Lehrer unterrichtet wird, ähnlich wie verschiedene Stile des Goju Ryu heute gelehrt und interpretiert werden durch die vielen Goju Ryu Lehrer. Es ist klar, dass die Beziehung zwischen MMA und Goju Ryu auch auf andere Kampfkünste wie das Japanische Jujutsu oder das Muay Thai Kickboxen angewendet werden kann und viele faszinierende Ähnlichkeiten zwischen den jeweiligen Stilen zum heutigen MMA gezogen werden können. Es ist jedoch wichtig sich daran zu erinnern, dass sich viele heutige Kampfkünste auf die Grappling- und Schlagtechniken des südlichen Shaolin Boxens zurückführen lassen und Jujutsu, Muay Thai und Goju Ryu alle in das südliche China zurückverfolgt werden können, wenn man nur weit genug in die Vergangenheit geht. Goju Ryu ist einzigartig in dem Sinne, dass es an seinem Erbe in gleicher Weise an Grappling- als auch an Schlagtechniken in einem perfekten Gleichgewicht mit der Harmonie einer Person und ihrer Umgebung festhalten konnte, genauso wie es Sensei Chojun Miyagi vorhergesehen hatte, als er dem Stil vor vielen Jahren seinen Namen gab.
Viele MMA-Lehrer legen heute Wert auf ein gleichmäßiges Verhältnis von Schlagtechniken und Grappling, was im weiteren Sinne direkt in Go und Ju übersetzt werden kann. Ich bin der Meinung, dass dies kein bloßer Zufall ist. Auf diese Weise zeigt uns das Leben, dass Kampfkünste und Kontaktsportarten, die sehr verschieden wirken, ähnlicher sind, als wir zunächst glauben. Wer weiß, modernes MMA könnte ein jüngst entdecktes Überbleibsel sein, welches wie das ursprüngliche Goju Ryu Sparring aussieht. Wenn Goju Ryu eine der immer noch existierenden Strömungen des Pankration ist, dann könnten die Kampfkunst Goju Ryu und die Kontaktsportart MMA wie bei der Geburt getrennte Brüder sein, die sich nach einer Reise durch die Zeit endlich wieder gefunden haben. Alles in allem sind wir, egal ob sie miteinander verwandt sind oder nicht, als Übende der Kampfkünste mit einer neuen Form des Kampfsportes gesegnet, die mehr Farbe in unser Leben bringt. Deshalb malt weiter, denn die Welt wartet auf euer Meisterstück.    




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