NEXT EVENT

MMA - World Championchip in Bahrain

pics/pool/120_90/IMMAF_WMMAA_World-Championships-Low-Res.jpg
10 bis 16.11.2019
     in Bahrain
   

mehr Informationen zum Event

NEXT EVENT

17.KENKON Karate Turnier

pics/pool/120_90/Aushang 2019.jpg
23.11.2019 in Wittenberg

mehr Informationen zum Event

NEXT EVENT

Prüfungsvorbereitungs Wochenende

pics/pool/120_90/Unbenannt_0002.png
29. 11. bis 01.12.2019
im Dojo

mehr Informationen zum Event

NEXT EVENT

Farbgurt - Prüfungen

pics/pool/120_90/Guertelfarben.jpg
02.12. bis 06.12.2019 im Dojo

mehr Informationen zum Event

31.08.2019 - Okinawan DentÚ Karate Gishiki

Seite 1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Seite 1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   

Einige unserer Lehrer und zukünftigen Coaches bildeten sich direkt an der Quelle des Karate weiter und erlebten ein einzigartiges Abenteuer. Aber lest und seht selbst...


Unsere Trainingsreise zu den Ursprüngen des Karates

-Reisebericht-


Die Anreise

Am 22. Juli ging es los. Wir trafen uns alle gemeinsam im Dojo und fuhren zum Flughafen Berlin Tegel. Dort hieß es Abschied nehmen, denn unser Sensei konnte die Reise aufgrund seiner Ellenbogenoperation leider nicht antreten. Nach dem Check-In trafen wir Daniel, somit war unsere Reisegruppe nun komplett und wir konnten uns auf unsere Flüge vorbereiten. Uns standen zwei lange und kuschelige Flüge bevor. In Tokyo angekommen erwartete uns dann der erste Schock. Daniel wurde am Kofferband ausgerufen und ihm wurde mitgeteilt, dass sein Koffer nicht den ganzen Weg geschafft hat und nachgeschickt wird. Mit einer Entschädigung und einem Koffer weniger machten wir uns dann auf ins Hotel, wo wir schon freudig empfangen wurden. Da es schon spät in der Nacht war, gingen wir alle gleich Schlafen.
 

Tokyoaufenthalt Teil 1


Erholt und energiegeladen ging es nach dem Frühstück los mit dem Erkunden der Hauptstadt Japans. Da unser Aufenthalt im eher traditionelleren Teil Tokyos war, bot es sich natürlich an, den ältesten Tempel der Stadt zu besuchen. Vom Kaminarimon-Tor, über die größte Souvenirshop-Straße Tokyos, ging es zum Senso-ji Tempel. Von der traditionellen Tempelanlage beeindruckt, liefen wir zum Skytree. Dieser ist der zweitgrößte Turm der Welt und der Höchste Japans mit einer Höhe von 634m. Auf den beiden Aussichtsplattformen konnten wir erneut realisieren, was Tokyo zu der weltweit dichtbesiedelsten Stadt macht. Egal wo man hinblickte, konnte man noch Teile der Stadt sehen. Außerdem konnten wir schon einen Blick auf ein weiteres unserer Reiseziele, den Mt. Fuji, erhaschen. Nach dem Besuch des Skytrees suchten wir nach inem Platz zum Essen und schon kamen wir zum ersten Besuch eines Yoshinoya. Danach fuhren wir zur berühmten Shibuya-Kreuzung und überquerten diese mit gefühlt tausend anderen Menschen. Zum Abschluss des ersten richtigen Tages besuchten wir noch den berühmten Meiji Schrein und hatten ein gemeinsames Abendessen.


Die Besteigung des Fuji

Nach der ersten längeren Nacht bereiteten wir uns vor, um den Fuji zu besteigen. Mit viel Elan und einer Menge Gepäck ging es los zum Bahnhof, von welchem wir mit dem Bus zum Startpunkt des Aufstiegs fahren wollten. Dort kam es zu einer Enttäuschung, der Bus hatte nur noch sieben freie Plätze und unsere Gruppe bestand zu dem Zeitpunkt aus acht Personen. Also hatten wir drei Stunden Freizeit, bis der nächste Bus abfuhr. Diese Zeit nutzen wir, um in kleineren Gruppen getrennt einen weiteren Teil Tokyos zu Erkunden. Dabei bekamen wir Einblick in weitere Teile des Lebens. Von riesigen Spielotheken bis hin zu Einkaufsläden über 8 Etagen gab es dort alles zu sehen.
Im Bus ruhten wir uns nochmal aus, bevor es an die erste Etappe ging. Von 2300 Höhenmetern ging es auf 2700m. Da Alexander, der mit einer Familie schon länger in Japan war und einen Familienurlaub gemacht hat, schon auf uns wartete, beeilten wir uns und schafften die erste Etappe in unter 90 Minuten. An der Station angekommen, begrüßte uns Alexander mit seiner Familie sofort und unsere Gruppe war endlich komplett. Nach einer Kräftigung und einer kurzen Ruhepause machten wir uns Mitternacht los, um den Gipfel zu besteigen. Diesen Weg teilten noch viele weitere mit uns. Somit dauerte der Aufstieg deutlich länger. Nach über vier Stunden mit vielen Wartepausen durch Stau, kamen wir oben am Gipfel gerade rechtzeitig an, um den Sonnenaufgang mitzuerleben. 


Von diesem waren wir alle sehr beeindruckt und gerührt. Für den Augenblick waren die Strapazen des Aufstiegs vergessen. Bevor wir den Abstieg angetreten sind, blieb uns noch eine Sache zu erledigen: Sanchin. Da die Sanchin Kata eine große Bedeutung in unserem Karatestil hat und von vielen als die wichtigste Kata angesehen wird, war es für uns selbstverständlich sie auf dem Gipfel des höchsten Berges in Japan zu laufen. Vier aus unserer Gruppe liefen die Kata traditionell oberkörperfrei. Der Regen  sorgte dabei für ein besonderes Gefühl. Der Abstieg fiel uns danach aber sehr leicht. Besonders angenehm wurde es, als die Sonne herauskam und es wieder wärmer wurde. An unserem Ausgangspunkt wieder angekommen, hatten wir noch etwas Zeit, um uns auszuruhen, bevor unser Bus abfuhr. Wieder in Tokyo angekommen, fuhren wir zum Hotel und ruhten uns aus.

Tokyoaufenthalt Teil 2


Nach dem Ausruhen teilte sich die Gruppe auf. Alexander besuchte mit seiner Familie den Skytree und Sempai David und ich machten uns auf den Weg, um den Tokyo Tower und den damit verbundenen One-Piece-Freizeitpark zu besuchen. Nach einer erholsamen Nacht, ging David früh um 5:00 Uhr auf den berühmten Fischmarkt. Nachdem er Japanern beim Verhandeln zusehen konnte und riesige Thunfische sah, ruhte er sich auf dem Weg zum Hotel aus. Von dort liefen wir dann alle zusammen zum Kaiserpalast. Jedoch erwartete uns dort wieder eine Enttäuschung. Alle Eingänge zum Kaiserpalast waren geschlossen und wir konnten nur einen kleinen Teil des Parks sehen. Nachdem wir den gesamten Komplex umrundet haben, hieß es: „Zurück zur U-Bahnstation“. Während des Rückwegs sahen wir aber den Asakasa Palast des Kaisers. Da dieser sehr europäisch geprägt ist und uns an das Schloss Sanssouci erinnerte, betraten wir auch dort wieder nur den Park.
Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn nach Akihabara. Dem Technik und Einkaufsviertel Tokyos. Dort angekommen waren wir von der Menschenmasse und den ganzen Geräuschen und Farben überwältigt. Aber falls jemand ein Souvenir suchte, wurde er dort auf jeden Fall fündig. Den Abschluss unseres Tokyoaufenthalts verbrachten wir direkt an unserem Hotel, denn dort fand zu der Zeit ein Feuerwerkfestival statt. Nach zwei farbenfrohen Stunden mit kurzen Pausen, damit die Rauchwolken sich legen konnten, machte sich ein Teil der Gruppe auf den Weg um noch etwas gemeinsam zu Essen. Nach einem sehr leckeren letzten Essen, ging eine Gruppe noch in eine Sportspielothek, um dort ein paar Baseballbälle zu schlagen. Somit endete der letzte Tag in Tokyo mit vielen schönen Erlebnissen und einer Menge Spaß.


Der Okinawaaufenthalt


Nachdem wir noch einmal ausschlafen konnten, fuhren wir zum Flughafen, um Tokyo zu verlassen und am Ursprung des Karate anzukommen. In Okinawa angekommen, bemerkten wir gleich den Unterschied zur Hauptinsel. Es ist nicht nur deutlich wärmer, sondern die Menschen wirken noch höflicher und achtungsvoller, als es in Tokyo der Fall war. Nach der ersten Fahrt in der Monorail checkten wir in unsere Hotels ein. Nach einer kurzen Pause, um uns vom Flug zu erholen und um anzukommen, zeigte uns David die Kokusai Dori. Eine Einkaufsmeile mit unzähligen kleinen Souvenirshops und Imbissbuden. Zum Tagesabschluss liefen wir noch zum Honbu Dojo, dem Dojo des Großmeisters unseres Karatestils. Auch wenn wir Sensei Morio Higaonna nicht persönlich sehen konnten, erhaschten wir doch einen Einblick in das Training vor Ort, an welchem über 30 Personen teilnahmen. Danach ging es noch zum Yoshinoya und auf den Weg zurück zum Hotel fiel uns auf, dass leider viele der traditionellen Gebäude, welche wir 2016 sahen, nun abgerissen und von Hochhäusern ersetzt wurden. Wieder einmal wurde uns klar, dass sich auch Japan ständig weiterentwickelt und jedes Mal anders ist.

Am nächsten Tag gingen wir uns für das Karate Gishiki registrieren und bestellten unsere Anzüge im Shureido-Shop. Bei der Registrierung nutzen wir gleich die Gelegenheit um uns den neugebauten Karate Kaikan anzusehen und das darin enthaltene Karatemuseum. Nachdem die organisatorischen Dinge erledigt waren, zogen wir los zum Shuri Castle, um auch da wieder ein Gruppenfoto zu machen und uns den Schlosskomplex erneut anzugucken. Am Abend hieß es dann auch schon das erste Mal Training. Wir besuchten den Budokan, wo die niedrigeren Graduierungen die Woche über auch trainiert haben. Dort nutzten wir die Möglichkeit des freien Trainings und arbeiteten selbstständig an verschiedenen Techniken.

Am Dienstag hatte nur David aus unserer Gruppe reguläres Training. Ich begleitete ihn, um schon einen Einblick in das Training zu gewinnen. Die anderen teilten sich auf und fuhren entweder nach Tokashiki Island, einer wunderschönen kleinen Badeinsel oder besuchten das Churaumi Aquarium. Dieses ist das zweitgrößte Aquarium der Welt, in welchem man sogar Walhaie sehen kann. Die folgenden Tage verliefen alle relativ gleich. Am Vormittag hieß es Training unter den renommiertesten Lehrern unseres Karatestils. Durch diese verschiedenen Eindrücke und Herangehensweisen, wurde unser Karatehorizont wieder einmal erweitert. Man bemerkte aber oft, dass sich eine gewisse Linie durch das Training zog und viele Sachen von unterschiedlichen Lehrern aufeinander aufbauten, was es sehr einfach machte ein Verständnis für die Trainingsinhalte zu entwickeln. Auch wurde uns erklärt, warum es nun Karate Gishiki und nicht mehr World Budosai heißt. Das Gishiki ist eine traditionelle Karatezeremonie und um die Essenz des traditionellen Karates zu ehren wurde der Name umgeändert. Außerdem ist dies ein weiterer Schritt dahin gewesen, dass Okinawa Goju-Ryu Karate als UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen. Nach dem geführten Training am Vormittag, hatten wir etwas Freizeit, bis es abends zum freien Training ging, bei welchen die neuen erlernten Sachen wiederholt werden konnten.

Somit vergingen die vier Tage wie im Flug und schon stand der Sonntag vor unserer Tür. Dort besuchten wir die Masters Demonstration und die Sayonara Party. David und ich kamen jedoch etwas später zur Abschiedsparty, da wir die Gelegenheit in Okinawa noch nutzten, um uns ein unvergessliches Andenken machen zu lassen. So ging es dann
für uns beide frisch tätowiert auf die Sayonaraparty . Die neuen Tattoos waren natürlich sofort ein Gesprächseinstieg und stoßen überall auf große Begeisterung. Mit neu kenngelernten Freunden und alten Bekannten ließen wir den Abend dann ausklingen.

Die Rückreise


Und schon stand der letzte Tag unseres Japanaufenthalts vor der Tür. Da unser Flieger erst am Nachmittag startete, hatten wir nach dem Auschecken noch genügend Zeit um die letzten Souvenirs und die bestellten Anzüge abzuholen. Am Flughafen angekommen, erwartete uns der erste Schock der Rückreise. Der Flug von Okinawa verspätete sich. Da wir jedoch einen guten Puffer in Tokyo hatten, war dies nicht so schlimm. Als wir jedoch in Tokyo ankamen, wartete, schon der nächste Schock auf uns. Auch der Anschlussflieger nach Doha hatte eine Verspätung. Somit betrug der Puffer, den wir in Doha gehabt hätten, nur noch 30 Minuten. Die Angst, dass wir durch eine längere Flugzeit nicht mehr rechtzeitig den Flieger schaffen, wurde uns aber zum Glück schnell genommen, als wir im Flieger saßen und die geschätzte Flugzeit über eine Stunde weniger war als gedacht. Auch den letzten Flug nach Berlin überstanden alle unbeschadet. Nach fast einer Stunde am Kofferband, wurde uns auch sehr schnell verdeutlicht, dass wir wieder in unserer Heimat angekommen sind. Alle kamen heil wieder zurück und freuten sich schon auf ihr eigenes Bett.

Abschließend kann man sagen, dass die Reise wieder einmal sehr erlebnisreich und lehrhaft war und unser Team weiter zusammengeschweißt hat. Auch wurden wieder Erfahrungen gesammelt, um die nächste Trainings- und Weiterbildungsreise noch besser zu machen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen um mich im Namen aller bei Sensei und Alexander für die fantastische Planung und Buchung der Hotels zu bedanken. Ohne diese Vorbereitung wäre es niemals so gut gelaufen und ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie viel Zeit und Herzensblut darein geflossen sein müssen. Außerdem möchte ich mich auch noch bei Sempai David bedanken für den super Job als Reiseleiter. Ohne dich und deine Bemühungen während der zwei Wochen, wäre die Reise nur halb so gut geworden. Deswegen meinen allergrößten Dank an euch.


Euer Nils

801. Rating: 5.0/5 (1 Bewertung)

Neu: Die MŲglichkeit einen Beitrag zu bewerten ist an ein Kommentar gekoppelt!

Kommentar verfassen

Kommentare

Alex schrieb am 31.08.2019
Hallo Nils,

Sehr schön geschrieben und ja die Zeit ging einfach nur viel zu schnell rum.